Interview mit Uwe Bunk
Geschäftsführender Gesellschafter bunkverlag


Wann, wo und mit welcher Auflage startete „kulturnews“?
Anfänglich ging es uns – drei Germanistik-Studenten aus Marburg – gar nicht um die Gründung eines Magazins. Wir hatten in den späten 80er-Jahren einen Kulturverein gegründet, der ein soziokulturelles Programm mit hohem ästhetischen Anspruch umsetzte, merkten dabei allerdings, dass es im Prinzip keine Medien gab, die unsere Inhalte entsprechend transportieren konnten. Stadtmagazine waren auf Soziokultur ausgerichtet, das klassische Feuilleton vermittelte Hochkultur. Grund genug für uns, im November 1990 mit der ersten Ausgabe kulturnews zu erscheinen, die folgerichtig den Titel trug „kulturnews – Sinn für Kunst, Kultur und Freizeit“. Die Startauflage lag bei 10.000 Exemplaren, die wir eigenhändig in Marburg verteilten. Nach und nach professionalisierten wir uns, gründeten eine GmbH, zogen 1995 mit dem Verlag nach Hamburg, und aus kulturnews wurde ein überregionales Magazin mit lokaler Verankerung in den großen deutschen Metropolen – ein Erfolgskonzept bis heute.

Wie würden Sie die Gründe für den Erfolg von „kulturnews“ beschreiben?
Meiner Meinung nach sind die Gründe für unseren Erfolg unser hoher und dauerhafter Qualitätsanspruch und die Einzigartigkeit des Titels. Mit dem Motto „Kultur für alle“ sind wir gestartet und das ist auch heute noch unser Grundsatz. Konkret hieß das, dass wir damals begannen, die Bandbreite sowohl an unterhaltender wie auch ernsthafter Kultur abzubilden, also „junges Feuilleton“ mit soziokulturellen Bezügen. Das war damals noch ausgesprochen ungewöhnlich, heute haben wir uns damit ein hohes Standing bei den Lesern und im Werbemarkt erarbeitet, da kulturnews nicht als „Szene- bzw. Nischen-Magazin“ verstanden wird, sondern als Generalist, der vielseitig an Kultur Interessierte mit hoher Kompetenz informiert und unterhält.

Welche Konkurrenz gibt es auf dem deutschen Markt für „kulturnews“?
Direkte Konkurrenz für kulturnews sehen wir nicht, einfach weil wir ein sehr eigenes Konzept verfolgen, was zum einen die breit gefächerten Inhalte begründen, wie auch die Kombination aus überregionalem Mantel und lokalen Einheftern und dem entsprechend fokussierten Vertrieb in den jeweiligen Städten. Aber natürlich gibt es im Anzeigenmarkt Konkurrenz, die ebenfalls an Labels, Filmverleiher oder Buchverlage herantritt.

Wie wählen Sie Ihre Auslageorte aus?
kulturnews finden sie an Orten, an denen Kultur stattfindet – also genau dort, wo sich unsere Zielgruppe bewegt: in Konzertsälen, Clubs, Kinos, Theatern, Galerien und in gezielt ausgewählter Szenegastronomie.

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